Fünfkampf im öffentlichen Nahverkehr

Offenbar wurde das Scheitern der Leipziger Olympia-Bewerbung 2012 zum Anlass genommen, den modernen Fünfkampf neu zu initiieren:

In Erinnerung an das antike Stadion von Olympia sollten die Straßenbahn-Haltestellen entsprechend umgebaut, erweitert und als Trainings-Spielstätte den Athleten vorgehalten werden.
Doch daraus wurde – nichts: die Athleten werden nicht kommen.
Um aus der Not eine Tugend zu machen und Leipzigs Bedeutung als Sport-Stadt zu unterstreichen, beschloss man daher kurzerhand, aus Kunden Sportler zu machen. Der moderne Fünfkampf „nach Leipziger Art“ war geboren.

Inzwischen treten täglich hunderte Sportbegeisterte in den Disziplinen

• Ticket-Automat finden
• Fahrplan finden
• Bahnsteig finden
• wahlweise Hürden- oder Langsteckenlauf zur Bahn und
• Finger wund drücken (weil der Türöffner soeben vom Fahrer Trainer süffisant deaktiviert wurde)

gegeneinander an.

Bei den Verkehrsbetrieben hofft man nun auf die Berücksichtigung ihrer Disziplin bei einer der nächsten Spiele.
Bis dahin will man die Kunden Sportler noch härter trainieren lassen.

na jamäßiggutsehr gutherausragend (4 Stimmen, Durchschnitt: 4.25 von 5)
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