Onkel Dagobert entdeckt die Leipziger Freiheit

Einverstanden. Leipzig ist nicht Entenhausen.
Dennoch: manchmal liegt das Ferne doch so nah:

Onkel Dagobert hat gerade die geniale Idee:
Er will ganz Entenhausen mit Parkscheinautomaten ausrüsten, wittert das Geschäft seines Lebens.
„Mmmh.“ Er überlegt:
„Gut – Quack braucht – wie unpraktisch – keinen Parkplatz und Gundel Gaukeley parkt ihren Besen erst gar nicht.
Bei Donald sieht die Sache schon anders aus. Der würde gern – allein: er hat kein Talerlein.
Gustav Gans dagegen schaut die Parkuhr nur an, da fliegt ihm das Ticket schon entgegen.
Und – nur um mir eins auszuwischen, würde Klaas Klever einfach kein Ticket lösen.
Einzig Daisy gibt Anlass zur Hoffnung – schließlich ist eine Verabredung mit Gustav Gans nicht von der Hand zu weisen und amortisiert die Ausgabe.“

Angesichts dieses engen Kundenkreises würde er dieses Geschäft wohl doch eher Klaas Klever überlassen – oder mit Daniel Düsentrieb in Leipzig Station machen.

Der bekäm von Onkel Dagobert den Auftrag, schnurstracks Parkautomaten zu erfinden, die jeden Groschen aufnehmen sollten.
Unter Protest würde Dagobert auch einer Funktion zur Ausgabe von Wechselgeld zustimmen. Aber nur, weil ihm Tick, Trick und Track zeigen, dass am Ende doch die Kasse klingelt.
Die rechnen ihm beispielhaft vor:

Fall 1, herkömmlicher Parkscheinautomat und Autofahrer vom Typ Klever treffen aufeinander:
Im Verlauf eines Tages wollen 100 klevere Autofahrer einen Parkschein für 50 Cent am Automaten lösen, haben aber nur 1 Euro in der Tasche. Wechselgeld gibt’s nicht.
Pech gehabt. Nix mit Parken.
Mit solch herkömmlichen Automaten würde Onkel Dagobert so nichts verdienen.

Fall 2, herkömmlicher Parkscheinautomat: und Daisy-Autofahrer-Typ:
Gleiche Situation wie oben – einige Unbedarfte entscheiden sich jedoch dafür, ihren ganzen Euro zu opfern. Hauptsache, der Parkplatz ist der ihre.
So könnte Onkel Dagobert immerhin etwas verdienen.

Fall 3, Düsentrieb-Parkscheinautomat und der gemixte Autofahrer-Typ:
Gleiche Situation wie Fall 1 – mit Daniel Düsentriebs Automaten würde Onkel Dagobert pro Automat mit 50 Euro maximal verdienen. – Vorausgesetzt, alle Gundels und Quacks bleiben zu Hause.

die Alternative: herkömmlicher Parkscheinautomat, Normalo-Autofahrer und kleverer Unternehmer treffen zusammen:
(vorausgesetzt, der Geschäftsmann hat Sven Lehmann um Rat gefragt und von ihm eine tolle Idee bekommen):
Gleiche Situation wie Fall 1 – aber die Park- und Zahlwilligen können ihren Euro im Laden von Kuno Knäul wechseln. Von seiner tüchtigen Geschäftspartnerin Gitta Gans bekommen sie dann noch, mit einem Lächeln im Gesicht, die aktuellen Angebote in die Hand gedrückt.
Fortan sind alle glücklich: Onkel Dagobert verdient maximal, Donald freut sich auf sein Erbe und alle Autofahrer finden ihren Traumparkplatz – nur einer muss sich warm anziehen – Klaas Klever.

Trotz deutlichen Realitätsbezugs seitens der Lokalpolitik (siehe hierzu z.B. den Beschluss Leipziger Jungliberaler) wurden Daniel Düsentriebs Automaten bislang nicht eingeführt.

Benutzerfreundliche Parkautomaten – I have a dream.

na jamäßiggutsehr gutherausragend (3 Stimmen, Durchschnitt: 5 von 5)
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